Das Ensemble Pícaro entstand 2013 als Studienprojekt des Cembalisten Matias Lanz, der Cellistin Magdalena Dür, der Geigerin Stephanie Haensler und der Sopranistin Stephanie Pfeffer. Schon während der ersten Probenphasen stellte sich heraus, dass sowohl die persönliche als auch die musikalische Kommunikation hervorragend funktioniert und so wurde daraus eine regelmäßige Zusammenarbeit. Vervollständigt wurde das Ensemble dann durch die Geigerin Daphnè Schneider und den Organisten und Dirigenten Marco Amherd.

Das erste Konzertprogramm umfasste kammermusikalische sowie solistische Werke des norddeutschen Komponisten Dieterich Buxtehude und wurde zu einem großen Erfolg. In Folge darauf wurde das Ensemble Pícaro eingeladen in der Pfingstkonzertreihe des Schweizer Oktetts im Kloster Fahr ein Konzert zu gestalten mit Werken von Antonio Vivaldi, Nicola Porpora und Georg Friedrich Händel.

Nur kurze Zeit später ergab sich eine Kooperation mit dem niederländischen Posaunisten Guy Hanssen, Mitglied des Orchestre des Champs Élysées, mit Musik des Habsburger Hofes. Für dieses Projekt wurden Stücke von Georg Reuter und Johann Joseph Fux in der Wiener Nationalbibliothek wiederentdeckt und neu editiert.

Ein weiterer Schwerpunkt des Ensemble Pícaro ist die Verknüpfung von alter und zeitgenössischer Musik. So wurde Dieterich Buxtehudes Werk Membra Jesu Nostri in erweiterter Besetzung aufgeführt und Omnia Tempus Haben von Burkhard Kinzler (*1963) ergänzt. Nach dem grossen Erfolg dieser Konzerte erteilte das Ensemble Pícaro einen Kompositionsauftrag an Burkhard Kinzler, aus dem das Werk Omnia Tempus Habent entstand, welches fliessende Übergänge zu Heinrich Ignaz Franz Biber Requiem in f-Moll schuf.

Kürzlich widmete das Ensemble Pícaro der Musik in Leipzig vor Johann Sebastian Bach und stellt mit dem Programm „Lauter Wonne, lauter Freuden“ Werke von u.a. Johann Krieger und Johann Rosenmüller und Georg Philipp Telemann vor.

Im kommenden Herbst präsentiert das Ensemble ein neues Programm unter dem Titel „I sestrieri sonanti“ mit Musik von venezianischen Komponisten, unter anderem mit Musik von Carlo Antonio Marino, Biagio Marini und Giovanni Reali.